Zwänge sind belastend und beängstigend — aber sie sind sehr gut behandelbar.
Zwangsgedanken sind aufdringliche Gedanken, die sich immer wieder aufdrängen, obwohl man das nicht will. Zwangshandlungen sind Verhaltensweisen, die man ausführt, um die damit verbundene Angst zu beruhigen: Kontrollieren, Waschen, Zählen, Wiederholen. Das Wissen, dass diese Rituale „eigentlich unnötig" sind, macht es nicht leichter, sie zu lassen. Das ist keine Schwäche — das ist das Wesen dieser Erkrankung.
Zwangsstörungen gehören zu den am besten behandelbaren psychischen Erkrankungen. Eine spezifische Verhaltenstherapie — bei der man lernt, Rituale schrittweise zu unterbrechen — kann bei vielen Menschen zu einer deutlichen und dauerhaften Besserung führen. Man muss damit nicht für immer leben.
Das folgende Merkblatt wurde von der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) erstellt — nicht von mir. Es gibt einen guten ersten Überblick zum Thema.