Manche Veränderungen bringen Menschen aus dem Gleichgewicht — auch solche, die von außen „nicht schlimm" wirken. Das ist menschlich. Und es geht vorbei.
Eine Anpassungsstörung entsteht, wenn eine belastende Lebensveränderung die eigenen Möglichkeiten überschreitet. Das kann ein Schulwechsel sein, die Trennung der Eltern, ein Umzug, der Tod eines geliebten Menschen oder Tieres. Die Belastung hält länger an als erwartet und beeinflusst den Alltag.
Anpassungsstörungen sind zeitlich begrenzt. Sie entstehen nicht, weil jemand „zu schwach" ist — sondern weil eine Situation die Ressourcen gerade überschritten hat. Mit Unterstützung gelingt die Anpassung in den meisten Fällen gut. Das Ziel ist, wieder Boden unter den Füßen zu finden.